Kennst du dieses lähmende Gefühl, wenn dir alles zu viel wird? Wenn Aufgaben sich stapeln, der Kopf nicht mehr zur Ruhe kommt und du gar nicht weißt, wo du anfangen sollst? Dieses Gefühl von ständiger Überforderung ist kein Einzelfall – und vor allem kein Zeichen von persönlichem Versagen.
Viele Menschen fühlen sich heute dauerhaft unter Druck: beruflich, privat, emotional. Die Anforderungen wachsen, Pausen werden kürzer und der Anspruch an uns selbst ist oft gnadenlos hoch und getrieben von Perfektionismus.
Wenn sich dann alles zu viel anfühlt, reagieren wir nicht selten mit Selbstkritik statt mit Verständnis.
In diesem Artikel erfährst du, warum Überforderung so häufig entsteht, warum sie nichts mit Schwäche zu tun hat – und was dir helfen kann, wieder liebevoller mit dir selbst umzugehen.
Wenn dir alles zu viel wird: Ein Gefühl, das viele kennen
„Mir wächst alles über den Kopf.“
Ein Satz, den viele denken, aber nur wenige laut aussprechen. Wenn sich alles zu viel anfühlt, entsteht oft das Gefühl, nicht mehr hinterherzukommen – egal, wie sehr man sich anstrengt. Aufgaben, Erwartungen und Verpflichtungen werden gefühlt immer mehr, während die eigene Energie immer weniger wird.
Das Problem: Überforderung ist unsichtbar. Von außen funktioniert man oft noch – innerlich jedoch herrscht Chaos.
Warum sich Überforderung heute so häufig anfühlt
Steigende Anforderungen im Alltag
Ob Job, Familie, soziale Verpflichtungen oder Selbstoptimierung – vieles läuft parallel. Erreichbarkeit rund um die Uhr ist längst normal geworden. Pausen dagegen nicht.
Innere Antreiber & hohe Erwartungen
Viele Menschen haben sehr klare Vorstellungen davon, wie sie sein sollten: belastbar, leistungsfähig, hilfsbereit, stark. Diese inneren Antreiber erzeugen enormen Druck – selbst dann, wenn niemand von außen etwas fordert.
Warum „Nein sagen“ oft keine Option ist
Nicht jede Aufgabe lässt sich ablehnen. Verantwortung, finanzielle Verpflichtungen oder emotionale Bindungen machen es schwer, Grenzen zu setzen. Das führt dazu, dass man immer weiter über die eigenen Grenzen geht.
„Reiß dich zusammen“ – Warum solche Sätze mehr schaden als helfen
Sätze wie:
- „Andere schaffen das doch auch.“
- „Ruh dich am Wochenende aus, dann geht’s wieder.“
- „Du bist einfach zu empfindlich.“
wirken harmlos, verstärken aber das Gefühl von Versagen. Sie vermitteln: Mit dir stimmt etwas nicht.
Dabei ist Überforderung kein persönliches Problem – sondern eine nachvollziehbare Reaktion auf zu viel Dauerbelastung.
Wenn der Körper die Reißleine zieht
Wer Warnsignale ignoriert, zahlt oft körperlich den Preis. Der Körper übernimmt dann die Kommunikation:
- Schlafstörungen
- Magen- und Darmprobleme
- Herzrasen
- ständige Müdigkeit
- innere Unruhe
Diese Symptome sind kein Zeichen von Schwäche, sondern ein deutliches Signal: So geht es nicht weiter.
Warum sich Überforderung wie persönliches Versagen anfühlt
Viele von uns haben gelernt, Leistung mit Wert zu verknüpfen. Wer funktioniert, ist „gut“. Wer nicht mehr kann, fühlt sich schnell als Versager.
Hinzu kommt der Vergleich mit anderen: Social Media zeigt scheinbar müheloses Leben – ohne die unsichtbaren Kämpfe dahinter. Das verstärkt Selbstzweifel und Scham.
Doch Überforderung entsteht nicht, weil du zu wenig kannst – sondern weil du zu lange zu viel an Anforderungen erfüllt hast.
Was du tun kannst, wenn sich alles zu viel anfühlt
Mindshift: Von Selbstkritik zu Selbstmitgefühl
Der wichtigste Schritt beginnt im Kopf. Weg von:
„Ich bin ein Versager, weil mir alles zu viel ist.“
Hin zu:
„Es ist okay, dass mir gerade alles zu viel ist.“
Dieser Perspektivwechsel nimmt Druck heraus. Er bedeutet nicht, aufzugeben – sondern sich selbst ernst zu nehmen.
Erlaube dir, ehrlich hinzuschauen, ohne dich dafür abzuwerten.
3 Alarmsignale – wann du handeln solltest
Ständige Überforderung kann krank machen. Spätestens dann solltest du etwas verändern, wenn:
- Erschöpfung dein Dauerzustand ist – selbst nach Pausen
- Deine Reizbarkeit zunimmt und du dich selbst kaum wiedererkennst
- Körperliche Symptome auftreten, ohne klare medizinische Ursache
Handeln bedeutet nicht, sofort alles umzukrempeln. Es bedeutet, dich selbst wichtig genug zu nehmen.
Veränderung ohne neuen Druck: Ein wichtiger Perspektivwechsel
Der Wunsch nach Veränderung darf nicht zum nächsten inneren Antreiber werden.
Nicht: „Ich muss jetzt endlich besser auf mich achten.“
Sondern: „Ich darf mir erlauben, langsamer zu werden.“
Kleine Schritte sind genug. Manchmal beginnt Veränderung damit, nichts weiter zu tun, als einfach mal ein paar Minuten nichts zu tun oder ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen.
Zum Schluss: Eine persönliche Botschaft an dich
Sei gnädig zu dir.
Dieser Satz kann sich ungewohnt anfühlen – und doch liegt darin so viel Heilung. Du musst nicht nur für andere Verständnis haben, sondern auch für dich selbst.
Pausen und Selbstfürsorge sind kein Luxus. Sie sind notwendig für ein zufriedenes, gesundes Leben.
Du darfst liebevoll mit dir umgehen – gerade dann, wenn sich alles zu viel anfühlt.

Expertin für Homöopathie und Schüssler Salze, Entspannungstrainerin und Rauhnächte-Begleiterin







