Was hilft gegen Magenschmerzen?

Hausmittel können bei Magenschmerzen sehr schnell helfen. Wärme entspannt den verkrampften Magen. Kamille als Rollkur oder Tee beruhigt und Natron wirkt der Übersäuerung entgegen.

Wo spürt man Magenschmerzen?

Magenschmerzen spürst du im linken Oberbauch – unterhalb der Rippen und oberhalb des Nabels.

Manchmal treten Magenschmerzen auch als Magenkrämpfe auf.

Woher kommen Magenschmerzen?

In der Medizin werden zwei Ursachen-Komplexe unterschieden:

1. Funktionelle Magenschmerzen

Bei den funktionellen Magenschmerzen wird häufig keine direkte bzw. körperliche Ursache gefunden. Diese Art der Magenschmerzen wird auch Reizmagen oder nervöser Magen genannt.

Auslöser der funktionellen Magenschmerzen sind zum Beispiel:

  • Stress
  • schlechte Ernährungsgewohnheiten (z. B. zu fettes Essen)
  • zu viel Kaffee, Alkohol oder Süßigkeiten

Es gibt verschiedene Medikamente, die Magenschmerzen als Nebenwirkung auslösen. Wenn du häufiger unter Magenschmerzen leidest und regelmäßig Arzneimittel einnimmst, solltest du deinen behandelnden Arzt/Ärztin darauf ansprechen.

2. Organisch bedingte Magenschmerzen

Verschiedene körperliche Erkrankungen des Magens und auch anderer Organe können Magenschmerzen hervorrufen. Das sind zum Beispiel Erkrankungen am Magen selbst: Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Magengeschwür (Ulcus ventriculi) oder ein Magentumor.

Erkrankungen der Speiseröhre, des Zwölffingerdarms, der Leber, der Gallenwege, der Bauchspeicheldrüse, des Dickdarms und auch Krankheiten von Herz oder Lunge können für Magenschmerzen verantwortlich sein.

Wenn du häufiger oder regelmäßig unter Magenschmerzen leidest, sollten diese organisch bedingten Ursachen durch eine ärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden.

Wie lange halten Magenschmerzen an?

Wie lange du Schmerzen hast, hängt immer von der Ursache ab. Sobald die Ursache behoben ist, lassen auch die Schmerzen langsam nach. Der Magen ist meist noch länger empfindlich und braucht etwas Zeit, um sich zu beruhigen.

Wann sollte ich zum Arzt?

Wenn du mal zu schnell gegessen hast, zu wenig gekaut hast, zu viel oder zu fett gegessen hast, sind Magenschmerzen in der Regel harmlos. Wenn du einen direkten Auslöser kennst und wenn du nur gelegentlich Magenschmerzen hast, dann kannst du die Schmerzen meist mit einfachen Hausmitteln lindern.

Einen Arzt solltest du aufsuchen,

  • wenn die Schmerzen über einen längeren Zeitraum (Tage oder Wochen) auftreten,
  • wenn du immer wieder unter Magenschmerzen leidest,
  • wenn die Magenschmerzen extrem heftig sind,
  • wenn begleitend andere Beschwerden auftreten (Erbrechen, Übelkeit, Blut im Stuhl, Fieber etc.),
  • wenn du keine Ursache erkennen kannst,
  • wenn die Magenschmerzen trotz der Anwendung von Hausmitteln anhalten oder sogar schlimmer werden.

Bei Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung oder eine andere schwere Erkrankung, solltest du schnell ein Arzt aufsuchen.

Bei Frauen äußerst sich zum Beispiel ein Herzinfarkt anders als bei Männern. Während Männer bei einem Herzinfarkt starke Brustschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm bekommen, leiden Frauen eher unter unspezifischen Bauchbeschwerden wie Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und einem Druckgefühl in der Brust.

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Was hilft gegen Magenschmerzen?

Es gibt mehrere Hausmittel, die schon seit sehr langer Zeit gegen Magenschmerzen angewendet werden. Nicht immer ist die Wirkung durch die Wissenschaft erklärbar.

Besonders bei Magenschmerzen, die durch Stress und Ernährungsfehler entstanden sind, kannst du Hausmittel anwenden.

Wärme hilft schnell gegen Magenschmerzen

Besonders bei Magenkrämpfen hat sich die Anwendung von Wärme bewährt. Wärme fördert die Durchblutung und wirkt entspannend, wodurch Schmerzen schnell gelindert werden.

Du kannst Körnerkissen oder eine Wärmflasche verwenden.

Wärmflasche

Füll die Wärmflasche mit heißem Wasser. Achte darauf, dass das Wasser nicht mehr kocht. Sei bei der Anwendung einer Wärmflasche* (*Amazon Affiliate Link) sehr vorsichtig. Wenn das Wasser beim Hineingießen über den Rand schwappt, kannst du dich verbrühen. Achte auch darauf, dass die Wärmflasche gut verschlossen ist, damit sie sich nicht von allein öffnen kann, während sie auf deinem Bauch liegt. Auch da besteht Verbrennungsgefahr. Sobald deine Wärmflasche brüchig oder alt erscheint, solltest du sie austauschen.

Kirschkernkissen

Kirschkernkissen kannst du in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmen. Achte genau auf die Angaben des Herstellers. Wenn du deine Kirschkernkissen* (*Amazon Affiliate Link) mehrfach hintereinander erwärmst, solltest du sie vorher immer komplett abkühlen lassen. Ansonsten können die Materialien (Kirschkerne oder Stoffbezug) zu heiß werden und anfangen zu brennen.

Anwendung von Wärmflasche oder Kirschkernkissen

Nimm die gefüllte Wärmflasche oder das erwärmte Körnerkissen und lege es dir auf den Bauch. Achte darauf, dass sie nicht zu heiß sind. Sonst warte lieber noch ein bisschen oder leg ein Handtuch zwischen Bauch und Wärmflasche/Körnerkissen. Sei besonders vorsichtig bei Kindern!

Deck dich warm zu und bleib ruhig liegen. Solange Wärmflasche oder Körnerkissen noch angenehm warm sind, können sie liegen bleiben. Du kannst die Wärme-Anwendung wiederholen, so oft sie dir guttut.

Kamillen-Rollkur

Bei der Kamillen-Rollkur trinkst du eine Tasse heißen Kamillentee und legst dich dann für eine Zeit lang hin. Dabei wechselst du in regelmäßigen Abständen deine Liegeposition. So erreicht der Kamillentee alle Teile der Magenschleimhaut. Das beruhigt und entspannt den Magen und wirkt entzündungshemmend. Wie du eine Kamillen-Rollkur richtig durchführst, habe ich in einem anderen Blogbeitrag ausführlich beschrieben.

Kamillen-Tee gegen Magenschmerzen

Einen Kamillen-Tee gegen Magenschmerzen bereitest du so zu:

Gib 1 gehäuften Esslöffel Kamillenblüten in eine Tasse. Das sind etwa 3 Gramm.

Dann kochst du Wasser auf und übergießt die Kamillenblüten mit dem heißen Wasser.

Deck die Tasse mit einem Unterteller oder Ähnlichem zu. Das sorgt dafür, dass sich die wirksamen, ätherischen Öle der Kamillenblüten nicht verflüchtigen.

Lass den Tee für etwa 5 bis 10 Minuten ziehen. Dann gießt du den Tee durch ein Sieb ab.

Langsam und schluckweise trinken.

Wenn es für dich möglich ist, dann solltest du den Tee ungesüßt trinken. Zucker belastet deinen Magen und das ist nicht zu empfehlen, wenn du bereits Magenschmerzen hast.

Du kannst alle halbe bis ganze Stunde eine Tasse Kamillenblüten-Tee trinken, solange deine Schmerzen noch anhalten. Die Maximaldosis pro Tag beträgt 10 – 15 Gramm Kamillenblüten, das entspricht 3 – 5 Tassen pro Tag.

Natron als wirksames Hausmittel gegen Magenschmerzen?

Natron (Natriumhydrogencarbonat) findet sich in fast jeder Küche. Es ist ein Allrounder zum Backen, Reinigen und zur Herstellung von Kosmetika.

Wusstest du, dass Natron ein Bestandteil von Backpulver ist? Und dass du aus Natron sehr leicht ein Deo herstellen kannst?

Natron kann dir schnell helfen, wenn deine Magenschmerzen durch zu viel Magensäure hervorgerufen werden. Dann hast du wahrscheinlich auch Sodbrennen.

Natron ist preisgünstig und wirkt schnell, indem es überschüssige Magensäure neutralisiert. Natron* (*Amazon Affiliate Link) bekommst du als Pulver oder Tabletten in jedem Supermarkt in der Backartikel-Abteilung.

Wenn du Natron gegen Magenschmerzen einnimmst, kann es sein, dass du lautstark und öfter Aufstoßen musst.

Natron solltest du nur selten anwenden, sonst kann es nämlich zu einem Rebound-Effekt kommen: Da Natron die Magensäure neutralisiert, reagiert der Magen darauf, indem der noch mehr Magensäure bildet. So entsteht schnell ein Teufelskreis.

Wende Natron also nur als schnelle Hilfe an und nicht auf Dauer.

Gib ½ bis 1 Teelöffel oder 1-2 Tabletten in ein Glas Wasser und rühre solange, bis sich das Pulver oder die Tabletten aufgelöst haben. Dann trinke das Glas schluckweise aus. Leider schmeckt die Mischung nicht gut.

Achte darauf, Natron zwischen den Mahlzeiten einzunehmen, damit die Verdauungsvorgänge im Magen nicht gestört werden.

Der Magen

Welche Aufgabe hat der Magen?

Der Magen (Ventriculus, Gaster) ist dafür zuständig, die Nahrung mithilfe von Magensäure und Enzymen in einzelne Bestandteile zu zerlegen.

Dazu wird die Nahrung aus der Speiseröhre (Ösophagus) aufgenommen und im Magen hin- und herbewegt. Es kann bis zu fünf Stunden dauern, bis der Magen mit seiner Aufgabe fertig ist.

Anschließend schiebt der Magen die zerkleinerte Nahrung schubweise in den Zwölffingerdarm (Duodenum).

Welche Form hat der Magen und wo liegt er?

Der Magen befindet sich im linken, oberen Bereich des Bauches – direkt unter dem Zwerchfell.

Die Form des Magens ist unterschiedlich – je nachdem, ob er leer oder gefüllt ist. Er kann wie ein schmaler Schlauch oder wie ein praller Sack aussehen. Der Magen kann etwa 1,2 bis 1,6 Liter Nahrung aufnehmen.

Wie ist der Magen aufgebaut?

Der Magen ist in unterschiedliche Abschnitte unterteilt:

  • Mageneingang (Cardia)
  • Magengrund (Fundus)
  • Magenkörper (Corpus)
  • Magenausgang (Antrum)
  • Magenpförtner (Pylorus)

Die Magenwand besteht aus einer inneren Schleimhaut (Mucosa), einer mittleren Bindegewebsschicht mit Blut- und Lymphgefäßen (Submucosa) und einer äußeren Muskelschicht (Muscularis).

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Quellen

Der Körper des Menschen, Adolf Faller / Michael Schünke, Thieme Verlag, 16. Auflage, 2008

Magenschmerzen https://flexikon.doccheck.com/de/Magenschmerzen (abgerufen am 11.09.2020 um 14:28 Uhr)

Leitfaden Phytotherapie, Heinz Schilcher, Urban & Fischer Verlag, 5. Auflage 2016

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