Chamomilla in der Homöopathie – Wirkung, Psyche und Anwendungsgebiete
Chamomilla wird in der Homöopathie häufig mit plötzlich auftretenden, kaum auszuhaltenden Beschwerden sowie großer Reizbarkeit und Ungeduld in Verbindung gebracht.
In diesem Video erkläre ich die typischen Merkmale von Chamomilla, welche Eigenschaften ihm in der Homöopathie zugeschrieben werden und in welchen Situationen Homöopathen das Mittel häufig in Betracht ziehen.
Im Video erfährst du unter anderem:
- Welche Wirkung Chamomilla in der Homöopathie zugeschrieben wird
- Welche psychischen Merkmale mit dem Mittel verbunden werden
- Welche körperlichen Symptome zum Arzneimittelbild gehören
- Welche Anwendungsgebiete es für Chamomilla gibt
Typische Merkmale von Chamomilla
Nach der homöopathischen Arzneimittellehre wird Chamomilla häufig mit folgenden Merkmalen beschrieben:
- Ausgeprägte Überempfindlichkeit gegenüber Sinneseindrücken wie Licht, Geräuschen und Gerüchen
- Große Schmerzempfindlichkeit
- Beschwerden, die plötzlich auftreten und sich scheinbar unerträglich anfühlen
- Reizbarkeit, Ungeduld und schlechte Laune
- Nähe zur Verzweiflung – man weiß nicht, wie man die Beschwerden aushalten soll
Die Auswahl eines homöopathischen Mittels erfolgt dabei nicht anhand einer einzelnen Erkrankung, sondern anhand des gesamten individuellen Symptomenbildes.
Chamomilla und die Psyche
In der homöopathischen Literatur wird Chamomilla häufig mit einem gereizten, ungeduldigen Gemütszustand beschrieben. Dazu zählen beispielsweise:
- Ausgeprägte Reizbarkeit und schlechte Laune
- Schnelle Überforderung – „alles wird zu viel“
- Ungeduld bis hin zur Verzweiflung bei Beschwerden
- Bei Säuglingen: starkes Leiden bei gleichzeitiger Unzufriedenheit – das Kind fordert etwas ein, weist es dann aber wütend zurück
Typische Anwendungsgebiete von Chamomilla
- Krampfartiger Husten
- Mandelentzündung mit stechenden Ohrenschmerzen
- Verdauungsbeschwerden mit Krämpfen
- Gallenkoliken
- Krampfhafte, schmerzhafte Menstruationsbeschwerden und PMS
- Nervenschmerzen aller Art
- Akute und traumatische Beschwerden oder Schmerzen
- Bei Säuglingen: Zahnungsbeschwerden, Blähungskoliken, Windeldermatitis, fieberhafter Säuglingsschnupfen
Modalitäten von Chamomilla
Besser durch Herumgetragen werden und lokale Wärme (z. B. ein warmes Kirschkernkissen auf dem Unterleib bei Menstruationsbeschwerden)
Schlechter nachts, durch Ärger, Wärme, Kaffee und Wind
Besonderheiten
Chamomilla passt vor allem dann, wenn plötzliche, kaum auszuhaltende Beschwerden oder Schmerzen mit großer Reizbarkeit und Ungeduld zusammenkommen – egal ob bei Erwachsenen, Kindern oder Säuglingen.
Bei Säuglingen ist es ein besonders bewährtes Mittel bei Zahnungsschmerzen: Erkennbar daran, dass das Kind stark leidet, dabei aber sehr unzufrieden und wütend reagiert, selbst wenn ihm gegeben wird, wonach es verlangt hat.
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Ulrike Schlüter
Heilpraktikerin · Medizinjournalistin
Ulrike Schlüter ist seit 2007 als Heilpraktikerin tätig und beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren intensiv mit Homöopathie und Naturheilkunde. In ihrer langjährigen Praxistätigkeit in der Eifel hat sie zahlreiche Menschen individuell begleitet.
Heute arbeitet sie als Medizinjournalistin, Dozentin und Mentorin für ganzheitliche Gesundheit. Auf natürlich-einfach.de verbindet sie ihre praktische Erfahrung mit verständlich aufbereiteten Gesundheitsinformationen rund um Homöopathie, Schüßler-Salze und natürliche Gesundheit.
Qualifikationen
- Heilpraktikerin seit 2007
- Medizinjournalistin
- Gesundheitscoach (Ahab Akademie)
- zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
- zahlreiche weitere Fachfortbildungen in Homöopathie und Naturheilkunde
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