Homöopathie

Das homöopathische Mittel Okoubaka – Anwendung und Dosierung

Das homöopathische Mittel Okoubaka ist bekannt als wichtiges Mittel für die Reiseapotheke, für die Behandlung von Nebenwirkungen einer Antibiotse und für die Darmsanierung. Die homöopathische Arznei wird hergestellt aus dem Baum Okoubaka aubrevillei, und zwar aus der getrockneten Rinde des Baumes. Das Mittel ist als Globuli oder in Form von Tropfen in der Apotheke erhältlich. Es wird meist in tiefen Potenzen angewendet. 

Der Baum Okoubaka aubrevillei

Okoubaka aubrevillei ist ein in Westafrika heimischer Baum, der Wuchshöhen von 30 bis 40 Metern erreichen kann. Er wird den Sandelholzgewächsen zugeordnet, wobei die botanische Zuordnung in der Wissenschaft noch umstritten ist. Der Baum hat herabhängende Äste und eine buschige Krone. Die gelben und harten Früchte sind ungenießbar. 

Der Okoubaka Baum ist ein Halbparasit, der bereits während der Zeit der Keimung seine Wirtspflanze beim Wachstum hemmt oder sogar abtötet. Daher wächst im Umkreis von bis zu 25 Metern meistens nur sehr wenig. Man findet den Okoubaka oft auf kleinen Lichtungen, die von dichter Vegetation umgeben sind. In der Bevölkerung wird der Baum daher auch „Todesbaum“ (okou baka) genannt. 

Zubereitungen aus der Baumrinde wurden von der einheimischen Bevölkerung zur Behandlung von Vergiftungen geschätzt. Für diese Zwecke durften Teile des Baumes nur von den Medizinmännern genutzt werden. Für die übrige Bevölkerung war der Baum Tabu. 

Das homöopathische Mittel Okoubaka

Okoubaka ist ein relativ neues Mittel in der Homöopathie. Es wird erst seit einigen Jahrzehnten, etwa seit 1970, hergestellt und angewendet. Häufig wird Okoubaka* als das „neue“ Nux vomica bezeichnet, da es ein ähnliches Arzneimittelbild hat und bei ähnlichen Beschwerden angewendet wird. Beiden Mitteln gemeinsam ist der Bezug zum Verdauungstrakt in Verbindung mit Reizbarkeit. Typisch für Okoubaka sind Magen-Darm-Beschwerden als Folge von ungewohnter Kost auf Reisen oder Nebenwirkungen von Medikamenten, die durch warme Getränke und Speisen gebessert werden. 

Auslöser der Beschwerden

Okoubaka ist ein wichtiges Mittel für Beschwerden, die durch Vergiftungen ausgelöst werden. Dabei kann der Begriff „Vergiftung“ weiter gefasst werden. Zu den Auslösern zählen: 

  • Lebensmittelvergiftung
  • Ungewohnte Kost auf Reisen
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • „vergiftete“ Atmosphäre (z.B. Streit, Misstrauen, Eifersucht etc.)
  • Infekt
  • Allergie
  • Schwermetalle

Anwendungsgebiete von Okoubaka

  • Reiseprophylaxe
  • Brechdurchfall durch verdorbene Lebensmittel oder durch Veränderung der Ernährungsgewohnheiten auf Reisen 
  • Darmsanierung nach Medikamenteneinnahme
  • Nebenwirkungen einer Chemotherapie
  • Anhaltende Verdauungsbeschwerden nach Infektionskrankheiten
  • Lebensmittelunverträglichkeiten
  • Schwermetallbelastungen, Vergiftungen
  • Reizdarm
  • Infektanfälligkeit
  • Allergische Hautreaktionen

Leitsymptome von Okoubaka

  • Eingeschränkte Leistungsfähigkeit
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Reizbarkeit
  • Infektanfälligkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten („nichts wird mehr vertragen“)
  • Die Zunge ist gräulich-gelb belegt, Geschmack wie Pappe im Mund
  • Anhaltende Übelkeit
  • Akuter Brechdurchfall
  • Völlegefühl nach dem Essen
  • Blähungen
  • Verdauungsbeschwerden durch Nahrungsumstellung (z.B. auf Reisen)
  • Ausfluss bei Frauen nach einer Behandlung mit Antibiotikum
  • Neigung zu wiederkehrender Vaginalmykose (Scheidenpilz)
  • Juckreiz der Haut, im Mund, an den Lippen nach dem Essen

Verschlimmerung der Beschwerden durch

  • Tabak
  • Gedanken an Essen
  • Nach dem essen
  • Beim aufwachen
  • Am Vormittag
  • Vor der Menstruation
  • Liegen auf der linken Seite

Besserung durch

  • Warme Nahrung und warme Getränke
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Okoubaka bei Verdauungsproblemen auf Reisen

Das homöopathische Mittel sollte in keiner Reiseapotheke* fehlen, da es bei Verdauungsstörungen im Urlaub hilfreich ist. Okoubaka kann angewendet werden bei chronischer Verstopfung durch Nahrungsumstellung sowie bei akutem Brechdurchfall durch verdorbene Lebensmittel oder mangelnde Hygiene bei der Zubereitung von Speisen. 

Okoubaka kann vor einer Reise prophylaktisch angewendet werden, um Verdauungsproblemen bei Fernreisen vorzubeugen. 

Okoubaka bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Das homöopathische Mittel kann hilfreich sein, wenn bestimmte Nahrungsmittel für Beschwerden sorgen. Eine Umstimmung kann über eine homöopathische Behandlung mit Okoubaka über Wochen bzw. Monate erreicht werden. Von einer Selbstbehandlung ist in diesem Fall abzuraten. 

Homöopathische Entgiftung

Okoubaka wird häufig angewendet, wenn Beschwerden infolge von Umweltgiften entstanden sind. Umweltgifte sind z. B. Amalgamfüllungen in Zähnen oder Chemikalien in Möbeln oder Holzböden. Das homöopathische Mittel wird begleitend zu einer Entgiftungsmaßnahme* eingenommen. 

Die homöopathische Arznei hat sich ebenfalls als begleitende Maßnahme während einer Chemotherapie bewährt, mit dem Ziel, die Folgen einer Chemotherapie zu lindern. Dazu kann Okoubaka in der Potenz D6 3-mal täglich am Tag vor, während und am Tag nach jeder Chemotherapie eingenommen werden. 

Homöopathische Darmsanierung

Nach der Einnahme eines Antibiotikums treten häufig Verdauungsbeschwerden, durch eine gestörte Darmflora auf. Okoubaka kann schon während der Antibiose eingenommen werden, um unerwünschte Nebenwirkungen zu verringern oder bei auftretenden Beschwerden nach der Einnahme des Antibiotikums und zur Unterstützung einer Darmsanierung*.

Okoubaka hat sich ebenfalls bewährt als begleitende Maßnahme bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), bei Menschen mit künstlichem Darmausgang und auch beim Reizdarm-Syndrom.

Okoubaka bei Kindern

Typische Anwendungsgebiete von Okoubaka bei Kindern sind:

  • Magen-Darm-Probleme, Appetitlosigkeit oder Abgeschlagenheit nach der Einnahme eines Antibiotikums
  • Akuter Brechdurchfall nach dem Genuss verdorbener Nahrung
  • Veränderte Essgewohnheiten (z.B. auf Reisen)
  • Blähungen durch Umstellung der Ernährung (z.B. Umstellung vom Stillen auf die Flasche oder die erste Breinahrung)
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Okoubaka kurz erklärt

Dosierung von Okoubaka 

Reise-Prophylaxe

Drei Tage vor Beginn der Reise beginnen und während des kompletten Urlaubs fortführen: 2-mal täglich 3 Globuli Okoubaka D3

Akuter Brechdurchfall 

Okoubaka D6 stündlich, bis Besserung eintritt, dann Vergrößerung der Einnahmeabstände. 

Okoubaka bei Verstopfung auf Reisen

Okoubaka D12 einmal täglich, bis Besserung eintritt. 

Schwermetallbelastung, Allergien oder Nebenwirkungen von Medikamenten

Okoubaka D6 bis zu 3-mal täglich, bis Besserung eintritt.

Anwendung und Nebenwirkungen

Bei richtiger Anwendung haben homöopathische Mittel keine Nebenwirkungen. Zu Beginn der Einnahme kann es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der Beschwerden kommen (homöopathische Erstreaktion bzw. Erstverschlimmerung). Die Einnahme ist dann zu pausieren. 

Nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels wird eine Besserung abgewartet und das Mittel erst bei einer erneuten Verschlechterung weiter eingenommen. 

Bei zu langer, regelmäßiger oder zu häufiger Einnahme kann es zu einer dauerhaften Verschlechterung des Befindens kommen. 

Wann zum Arzt?

  • Bei Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung
  • Bei hohem Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen oder Durchfall
  • Bei hohem Fieber
  • Wenn die Beschwerden nicht besser werden oder sogar schlimmer werden

Vergleichsmittel 

Okoubaka hat mit Reizbarkeit, Verdauungsbeschwerden und Vergiftung als Ursache eine Nähe zu Nux vomica und Arsenicum album. 

Weder Nux vomica noch Arsenicum album decken jedoch alle Symptome von Okoubaka ab. 

Besserung von Übelkeit durch warme Speisen und Getränke weist auf Okoubaka hin. 

Verschlechterung durch Genussmittel, Kälte, am Morgen und nach dem Essen weit auf Nux vomica hin. 

Besserung durch Wärme weist auf Arsenicum album hin. 

Quellen

Narayana-Verlag: Okoubaka als Hauptmittel für die Reiseapotheke und als Mittel bei Nebenwirkungen von Chemotherapie https://www.narayana-verlag.de/spektrum-homoeopathie/okoubaka-als-hauptmittel-fuer-die-reiseapotheke-und-als-mittel-bei-nebenwirkungen-von-chemotherapie (abgerufen am 12. Januar 2022)

Deutsche Apotheker Zeitung: Okoubaka aubrevillei https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2007/daz-25-2007/okoubaka-aubrevillei (abgerufen am 12. Januar 2022)

Carstens Stiftung: Moderne Arzneimittelprüfung mit Okoubaka https://www.carstens-stiftung.de/artikel/moderne-arzneimittelpruefung-mit-okoubaka.html (abgerufen am 12. Januar 2022)

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